Leicesterschwester


Sound, Sight, Space and Play

Veröffentlicht in Uni von leicesterschwester am April 12, 2008

Symposium for the Creative Sonic Art

Dienstag und Mittwoch fand hier am MTIRC eine Postgraduate-Konferenz über Sonic Art statt. Ein bunt gemischtes Programm aus Vorträgen und Konzerten füllte die zwei Tage gut aus, für alle die dann noch Luft hatten, gab es eine ausführliche Vorstellung der englischen Pubkultur.

In den meisten Vorträgen stellten die Referenten ihre derzeitigen Projekte vor: Vom Instrumentenerfinder Neil Spowage, dessen pink violin in diesem Blog schon Erwähnung fand, bis zum Projekt iTango der Tangotänzerin Fran Hatt, die mit Max/Msp (Programm zur Herstellung, Bearbeitung und Programmierung von Sound), einer Kamera und Tangotänzern auf einen weißen Tanzboden Bilder projiziert.

Aber es gab auch theoretische Vorträge, so zum Beispiel vom Konferenzorganisator Andrew Hill über “Evocation in the Art of Composition” oder Ben Martin über “Intentionality in Music”. Gerade der Intentionaltätsvortrag war interessant, Ben hat eine audiovisuelle Komposition vorgespielt (also ein Stück elektroakustischer Musik mit einem Film) und uns gefragt, ob wir denken, dass das zusammen komponiert wurde. Weil es wirklich gut zusammen passte, dachten wir uns das natürlich - Fehlschluss. Zeigt doch wieder, dass Kunst sehr vielfältig deutbar ist und eine Intentionalität nicht immer vorhanden sein muss, selbst wenn es so aussieht. Eine Einführung in die Welt von Turntablism and Hip Hop rundete das weitgestreute Thema ab. Hier zog James Kelly den Vergleich eines Forschers in der Bibliothek und eines Turntablist auf der Suche nach neuen Schallplatten, der Einblicke in die Arbeit eines Turntablist erlaubte.

An jedem Abend gab es Konzerte, wo die Sprecher entweder ihr aktuelles Projekt auch akustisch vorstellten oder aber andere Stücke präsentierten. Und auch diese Konzerte zeigten die Vielfältigkeit des Programms, das von akusmatischen Stück über audiovisuelle Kompositionen bis hin zur Life-Perfomance von Dirty Electronics oder verschiedenen Turntablists reichte.

Natürlich gab es auch Socialising-Events, was zur intensiven Förderung des Pubs Swan&Rushes (unter den Profs auch bekannt als second Office) führte. Abschließend waren wir dann zusammen in einem vegetarischen indischen Restaurant, was wirklich sehr gut war, und dann hieß es Abschied nehmen und alles das an Schlaf nachholen, auf das man in den letzten Tagen zugunsten der Konferenz verzichtet hat.

Eine Antwort zu 'Sound, Sight, Space and Play'

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  1. aennsche sagte,

    am April 13, 2008 am 10:15 Uhr vormittags

    Du scheinst sehr gut aufgehoben zu sein in Leicester ;-)

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